2013 – 2014 Rückblick und Ausblick

Zugegeben: Ich bin spät dran mit meinem Jahresrückblick. Aber es fällt verdammt schwer. Es gab im abgelaufenen Jahr 2013 so viel Realsatire, daß ein Humorist kaum noch etwas draufsatteln kann. Nur ein Stichwort für viele: GroKo und das neue Regierungspersonal. Ich bin gespannt, wie unsere neue Verteidigungsministerin Ursula die Frauenquote bei Fallschirmjägern, Kampfschwimmern und im Generalstab verwirklicht.

 Aber eins nach dem anderen.  Das abgelaufene Jahr fing gut an. Hatten wir doch alle den vom Maya-Kalender prophezeiten Weltuntergang gerade eben gut überstanden. Dann im Februar der Paukenschlag: Wir sind nicht mehr Papst! Deutschland war geschockt!

Dom von Limburg

Dom von Limburg

Heute wissen wir:  Benedikt handelte in kluger  Voraussicht: Blieb ihm doch auf diese Weise der ganze →Limburger Rummel um  Tebartz-van-Elts  und dessen bischöflicher Residenz  erspart.  Überhaupt, Limburg und das liebe Geld. Zierte nicht schon der Limburger Dom den alten Tausend-Mark-Schein?

Und wie sah der Fünfhunderter aus? Richtig! Die Burg Eltz! Fünfhundert, soviel hat auch die Badewanne des Bischofs gekostet. Mancher empörte sich: Soviel  Kohle! Andere fragen: Wo kriegt man dafür heute noch eine neue Badewanne? Etwa bei  Ikea?

Burg Eltz

Burg Eltz

Überhaupt, Limburg: Da gibt es noch eine anderer Assoziation: Limburger Käse.  Kenner beschreiben ihn als würzig-aromatisch, der Fachmann als Rotschmierkäse, im Volksmund wird er einfach als Stinkkäse bezeichnet. Und wer sich näher mit der Limburger Affäre und ihren Drahtziehern beschäftigt, der stellt schnell fest, daß da manches bis zum Himmel stinkt. Nicht nur die Baukosten.

Limburger Käse

Limburger Käse

 Ein anderer Dauerbrenner bewegte die Republik im abgelaufenen Jahr: Homo-Ehe und Schwulenadoption. Nur natürlich: Wenn zwei sich Liebende vor den Traualtar treten, dann ist der Kinderwunsch nicht weit. Aber Adoptionen sind in Deutschland schwierig zu bewerkstelligen. Konservative, rückständige Jugendämter berufen sich immer noch auf das vorgebliche Kindeswohl und verweigern sich den Sehnsüchten der Schwulenpaare nach eigenen Kindern.

Dabei könnte uns doch die moderne Reproduktionsmedizin den rettenden Ausweg eröffnen: Nämlich die Dickdarmschwangerschaft, mit der auch schwule Männer eigenen Nachwuchs zeugen könnten. Dieser medizinische Fortschritt  würde sogar die Grünen mit der bis dato verhassten Gentechnik versöhnen.  Der Nobelpreis wäre den erfolgreichen Forschern sicher.  Hat  unser Familienministerium dafür schon ein Budget bereitgestellt?  Wäre doch ein in guter Vorsatz für 2014?

Leider wissen wir nicht, ob Angela  Merkel darüber mit ihrer Ministerin →Kristina Schröder telefoniert hat. Denn die Burschen von der →NSA haben zwar die Kanzlerin angehört, verraten uns aber nichts über den Inhalt der Gespräche. Und das ist doch der eigentliche Skandal! Engländer, Franzosen und Italiener sind da viel weiter: Da wird die Klatschpresse regelmäßig mit abgehörten Telefonaten versorgt. Hoffentlich erfahren wir im neuen Jahr mehr darüber.

Apropos Homo: Das neue Jahr begann vor wenigen Tagen rührselig  mit einem romantischen Liebesbekenntnis: Ein prominenter Fußballer der Nationalmannschaft liebt am liebsten Männer. Dieses Geständnis (Outing) bewegte über viele Tage die gesamte Nation, sämtliche Fernsehsender, Radiostationen, Zeitungsspalten und Kommentare applaudierten voller Begeisterung.

Dabei ist das nur die Spitze des  Eisberges. Mir war es immer suspekt, wie sich die Burschen da unten auf dem grünen Rasen in den Armen liegen, anspringen, grätschen, abküssen. Jetzt ist mir klar: Das ist nicht der Überschwang der Freude, nein, das ist reinste Homoerotik! Die Spielerfrauen, die allesamt aussehen wie Models: Alles nur Staffage und Tarnung! In Wirklichkeit lieben die verliebten Jungs da unten alle nur Ihresgleichen!

Mutti in der Mannschaftskabine

Mutti in der Mannschaftskabine

Mutti Merkel sollte demnächst tunlichst anklopfen, wenn sie wieder einmal in die Mannschaftskabinen hineinspaziert um halbnackte, verschwitzte Körper  zu tätscheln: Denn der Anblick von Männern bei Intimitäten  unter der Gemeinschaftsdusche ist nichts für empfindliche Gemüter. Die Kanzlerin und ihre Entourage  könnten so leicht in Schwulitäten geraten.   Worauf wir aber noch warten,  das ist das Outing von Joggi Löw … als →Hetero. Auch  ein guter Vorsatz für 2014!

Apropos guter Vorsatz: In diesem Jahr unbedingt an den Staubsaugerkauf denken! Denn die Bürokraten der EU haben nach Biosprit, Glühlampen und Gurkengrößennormen das wichtigste Utensil der Hausfrauen und Hausmänner ins Visier genommen: Den Staubsauger als bösen Stromfresser! Geht gar nicht! Schon bald sind nur noch kastrierte Sauger zulässig, die keine Fusel mehr aus dem Teppich ziehen. Das heißt dann: Zurück zum guten alten Teppichklopfer! Die Presse hat schon ausführlich darüber berichtet: z.B. →Focus, →FAZ, →Badische Zeitung usw..

 Ich bin schon gespannt auf die nächste Urlaubsfahrt in die Schweiz. Beim Grenzübertritt in Richtung Heimat werden dann die EU-Zöllner nicht nur nach Schwarzgeld und illegalen Glühlampen, sondern auch nach verbotenen Staubsaugern kontrollieren.  

 Was wird dann wohl aus dem guten alten →Saugblaser von Loriot?

Was uns sonst noch in 2014 erwartet: Im Februar kommt ein neues Buch von →Thilo Sarrazin in den Handel. Der Autor nimmt aktuelle Medienphänomene aufs Korn. Vermutlich wird auch der  Sarrazin-Reflex als solcher thematisiert: Daß namhafte Personen des öffentlichen Lebens  über ein Buch räsonieren,  das sie gar nicht gelesen haben. Und auf diese Unbelesenheit auch noch stolz sind und selbige lauthals verkünden. Früher war mal Unwissenheit peinlich, heute ist das die Eintrittskarte ins politische Establishment.

Noch etwas Gutes steht uns in diesen Jahr bevor: Der Abzug der letzten deutschen Soldaten vom Hindukusch. Ein schönes Bild für 2014: Die neue Oberbefehlshaberin, Ursula von der Leyen, beim letzten Feldgottesdienst mit Margot Käßmann  bei der Truppe in Kundus.  

Unsere trinkfeste Kirchenfürstin  wusste es schon vor vielen Jahren: →„Nichts ist gut in Afghanistan“. In diesem Jahr zieht nun die Bundeswehr ab, und dann wird alles gut.  Der afghanische Präsident Karzai plant schon die →Wiedereinführung der Steinigung für Ehebrecherinnen. Eine alttestamentarische Tradition: So steht es  in der Luther-Bibel, fünftes Buch Mose, Kapitel 21, Vers  21 und 22:  „…. Und die Leute der Stadt sollen sie zu Tode steinigen, darum, daß sie eine Thorheit in Israel begangen …  Wenn jemand erfunden wird, der bei einem Weibe schläft, die einen Ehemann hat, so sollen sie beide sterben …“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-erwaegt-steinigungen-bei-ehebruch-a-935578.html

Wie heißt die amtlich bestellt →Luther-Beauftragte zum Reformationsjubiläum? Richtig: Margot Käßmann. So schließt sich der Kreis. Alles wird gut.

Margot kann es mit den Händen greifen: Alles wird gut.

Margot kann es mit den Händen greifen: Alles wird gut.

 Ein Gutes Neues Jahr wünscht Euch

   Euer Bernd

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