2014-2015 Rückblick und Ausblick

Die Wurst

Die Wurst Im gerade abgelaufenen Jahr 2014 ging es um die Wurst. Genauer gesagt: Um Conchita, Überraschungssieger(in)  in dem europäischen Sangeswettbewerb, der früher mal Grand Prix de Eurovision hieß. Eine Welle der Begeisterung fegte durch Publikum, Medien, Kommentatoren und Juroren! Dabei ist nicht so ganz klar, ob der  enthusiastische Ausbruch nun der Sangesdarbietung  oder vielleicht doch eher der Aufmachung der barttragenden Wurst mit dem weiblichen Outfit galt.   Conchita, das klingt spanisch und ist es auch. Abgeleitet ist es von Concha und das  heißt zu Deutsch: Muschel. Conchita ist das Diminutiv, also die grammatikalische Verkleinerung und bedeutet somit  „kleine Muschel“.  Umgangssprachlich ist es die Koseform für einen bestimmten weiblichen Körperteil, für den es in der deutschen Sprache eine ähnlich klingende Umschreibung gibt.

Ich bin der Martin

Ich bin der Martin

Egal. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Aber wo und wann?  Vorne oder hinten, oben oder unten? Transgender ist en vogue und wird es bleiben. Martin Schulz, ebenfalls Bartträger und Präsident des Europäischen Parlamentes war vor lauter Enthusiasmus so hin und weg, daß er die kleine  Muschel  gleich zum Vorsingen  nach Brüssel ins Europaparlament eingeladen hat.  Martin Schulz? Genau der! Jener gelernte Buchhändler und SPD-Genosse, der im abgelaufenen Jahr so gerne Präsident der EU-Kommission geworden wäre. Hat aber nicht geklappt. Dabei hatte er doch ein besonderes Wahlkampfmotto: Alle öffentlich sichtbaren Kreuze sollten als unzulässige religiöse Symbole hierzulande abmontiert werden. Mensch Martin! Putz mal Deine Buchhändler-Brille und schau genauer hin! Was hier überall herumsteht, das sind keine Kreuze! Das sind Windräder!

Ein Schwuler Bulle

Schwuler-Bulle Schwulitäten waren überhaupt das beherrschende Thema im abgelaufenen Jahr. Ein schwuler Bulle regte im November die deutsche Presselandschaft auf.  Die renommierte Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Spiegel, die Welt, alle  berichteten ausführlich darüber. Nein, es handelte sich dabei nicht um einen Ordnungshüter mit spezieller sexueller Prägung. Das Ganze hatte vielmehr einen echt tierischen Hintergrund: Da ruft ein verzweifelter Bauer den Tierarzt, weil der Zuchtstier nicht die Kühe decken will.  Die umwerfende Diagnose des studierten Veterinärs: Der Bulle ist homosexuell! Nun hätten wir erwartet, daß unser verständnisvoller Landwirt begeistert rufen würde: Mein Bulle ist schwul und das ist gut so!  Hat er aber nicht. Statt dessen telefoniert dieser gefühllose  Grobian mit dem Schlachthof. Und nun treten die Tierschützer unter den Farben des Regenbogens auf den Plan. Und retten das Rindvieh vor dem Schlachtermesser.  So eine schöne Geschichte, passend in die gefühlvolle Vorweihnachtszeit. Hier das →Happy End.  Auch für den Bauern, der mit dieser Story eine nette Summe verdient hat. Klar, daß in bäuerlichen Chatrooms darüber diskutiert wurde, wie man künftig schwule Bullen züchten und damit Geld verdienen kann. Siehe →hier.

Das Profx.

© Andreas Pein

Profx. Lann Hornscheidt © Andreas Pein

Antonia Baum

Antonia Baum

Klar, bei soviel Kuddelmuddel weiß dann mancher nicht mehr, ob er selber  Männlein oder Weiblein ist. So ging es auch einer Person namens Lann Hornscheidt aus dem Lehrkörper der Humboldt-Universität zu Berlin.  Und die zog Konsequenzen aus dem Weder-noch. Sagen Sie bitte Profx. zu mir. So die Aufforderung  an Studierende und Kollegium. Das Echo der Öffentlichkeit und im sozialen Netzwerk war kalkuliert und entsprechend. Die Selbststilisierung in eine Opferrolle hinein war konsequent und Teil der geplanten Inszenierung. Und die junge attraktive brünette Journalistin Antonia Baum verpackte es in eine rührselige Leidensgeschichte, erschienen am 17.11.2014 in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/profx-als-geschlechtergerechte-sprache-fuer-professoren-13268220.html

Mein Kommentar: Androgyne Gestalten (Jonny Depp, Caroline von Monaco,  David Bowie, Amanda Lear)  haben oftmals hübsche Gesichtszüge und wirken attraktiv für beide Geschlechter.  Profx Hornscheidt gehört definitiv nicht dazu.

Neue Bücher

Tugendterror von Thilo Sarrazin,  Attacke auf den Mainstream von Akif Pirinçci, Die andere Gesellschaft von Heinz Buschkowsky. Lesenswert! Die beiden ersten Werke schmökern sich wie ein Who-is-who der deutschen Journalistik. Der Islam gehört zu Deutschland wir die Reeperbahn nach Mekka.  Diesen Sinnspruch hat Akif, der türkischstämmige Autor, geprägt. Deftige Kost ist garantiert.

Pegida, Ebola, Hogesa

Hätten jeweils gute Chancen, zu Wörtern des Jahres gewählt zu werden. Indessen verbirgt sich hinter diesen eingängigen Wortschöpfungen  weder eine neue Kosmetik noch die aufgefrischte Modellpalette von Opel.  Auch in 2015 werden uns diese Begrifflichkeiten weiter begleiten und interessante Diskussionsbeiträge liefern.Petting

Was sonst noch geschah

Wir sind wieder Fußballweltmeister! Endlich! War auch mehr als überfällig nach fast einem Vierteljahrhundert. Gauck und Mutti Merkel waren dabei. Ein hübsches Familienfoto.

Mutti-Fussball Auf ein Fotomotiv mußten wir leider verzichten: Wie Angela in der Männerumkleide  medienwirksam schwitzende Fussballerkörper zu tätschelt. Da müssen wir schon auf alte Archivbilder zurückgreifen …..

Mutti in der Mannschaftskabine

Mutti in der Mannschaftskabine

Frau Dr. Hendricks dreht Pornofilmchen

Frau Dr. Hendricks dreht Pornofilmchen

Apropos Guter Geschmack: Sex sells.  Das weiß auch unsere Regierung. Zum hehren  Zweck des Energiesparens bringt unsere Umweltministerin sogar Pornofilmchen unters Volk, siehe →hier    Indessen ist die dort gezeigte Variante des Geschlechtsverkehrs in heterosexuellen Beziehungen unseres Kulturkreises eher die Ausnahme.

Was bringt 2015?

Nichts wirklich Neues. All der Blödsinn, der im Koalitionsvertrag steht, wurde und wird bereits umgesetzt. Gut möglich, daß die EU-Kommission demnächst nach Glühbirnen und Staubsaugern nun auch Toilettenspülungen und Wasserhähne reglementieren wird. Und auf die weiteren Edathy-Enthüllungen hat nun wirklich niemand mehr Bock. Freuen wir uns lieber  auf 2016. Dann gibt es was zu feiern. Fünfhundert Jahre Deutsches Reinheitsgebot! Darauf können wir einen heben!

In diesem Sinne, Prost Neujahr

Euer Bernd

 

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