Möchten Sie von diesen Kerlen vergewaltigt werden?

Vergewaltiger vor einem US-Gericht

Vergewaltiger vor einem US-Gericht

Verbrechern ein Gesicht geben. Das gibt es nur in den USA, aber nicht bei uns. Die abgebildeten Burschen haben eine bewußtlose Frau vergewaltigt und übel mißhandelt. Konterfei und voller Name der Täter stand überall in den Zeitungen. – Ganz anders bei uns: Datenschutz ist hierzulande in der Hauptsache Täterschutz. Etwa die Mörder von Jonny K., Daniel S., Dominik Brunner und viele andere: Die Gesichter der Totschläger bleiben anonym, wir wissen bis heute nicht, wie sie aussehen. Selbst die Namen der Verbrecher werden häufig genug abgekürzt oder verfremdet. Unerkannt können die Täter mitten unter uns spazieren gehen. Das gleiche gilt für Diebe, Betrüger, Einbrecher, usw. Und wenn da doch mal ein Bild auftaucht: Dann ist das Gesicht mit einem dicken Balken geschwärzt oder neuerdings verpixelt. So geschah es erst kürzlich mit dem Foto des Mörders von Khaled Idris Bahray: Kaum war der Täter identifiziert, da wurde sein Gesicht auf älteren Pressefotos unkenntlich gemacht.

Der Täter Hassan Saleh, verpixelt, Quelle: FAZ

Der Täter Hassan Saleh, verpixelt, Quelle: FAZ

In vielen US-Bundesstaaten hingegen kann man im Internet recherchieren, welche Sexualtäter in der Nähe polizeilich gemeldet sind. Bei uns wäre das undenkbar. Die Persönlichkeitsrechte der Täter sind hierzulande höchstes Gut. Kuriose Beispiele: Da wird in Fürth ein Juwelier in seinem Geschäft überfallen, schwer verletzt und beraubt. Um die Täter dingfest zu machen, veröffentlichte er den Film der Überwachungskamera. Er hatte aber die Rechnung ohne den bayerischen Datenschützer gemacht. Der gebeutelte Juwelier mußte den Film löschen. Begründung: Er hatte vor Veröffentlichung nicht die Zustimmung der Täter eingeholt. Hier die Geschichte:

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Juwelier-muss-Ueberfall-Video-auf-Facebook-loeschen-Taeter-nicht-gefragt-id29272687.html

In der deutschen Sprache gibt es noch das altertümliche Wort: „Anprangern“ . In früheren Zeiten wurden Übeltäter öffentlich am Pranger zur Schau gestellt. Jeder konnte sich ein Bild machen von den Schurken. Und sich künftig vor denen in Acht nehmen. – In unserem heutigen Weltbild hingegen genießt der Täter Sympathie: Seit den Achtundsechzigern wissen wir, daß nur die Gesellschaft „böse“ sein kann und niemals der Einzelne. Auch der Verbrecher ist stets nur Opfer der repressiven gesellschaftlichen Verhältnisse, häufig genug hatte er eine „schlechte Kindheit“. „Macht kaputt, was Euch kaputt macht!“ Mit diesem Schlachtruf der Achtundsechziger wurde jeder Unzufriedene zu Straftaten ermuntert. Und falls es doch mal zu einer Anklage kommt: Die Eingliederung in die Gesellschaft, die „Resozialisierung“ hat absoluten Vorrang für einer Strafe, die zudem meist zur „Bewährung“ ausgesetzt wird. Einzige Ausnahme: Naziverbrecher. Nur in diesen sehr speziellen Fall gilt noch die altertümliche Idee der Vergeltung, die Bestrafung für durch „Verbüßen“. Und tatsächlich: In den Medien sehen wir ihre Gesichter, auch wenn es sich um längst faltig gewordene Greise handelt.

Zurück zur Gegenwart: Nur in sehr seltenen Fällen zur Aufklärung von Kapitalverbrechen werden gelegentlich Fahndungsbilder veröffentlicht. Ich frage mich: Warum geben wir den Tätern nicht generell ein Gesicht? Damit jeder von uns sehen kann, mit wem er es zu tun hat? Die meisten Schurken sind Wiederholungstäter, viele sogar Intensivtäter. Ich bin überzeugt: Die Veröffentlichung der Bilder würde uns allen mehr Sicherheit geben. Und die Übeltäter würden es sich doppelt überlegen, bevor sie betrügen, stehlen, rauben, vergewaltigen, totschlagen, was auch immer.

Was haltet Ihr davon? Kommentare erwünscht.

Euer Bernd

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One Comment on “Möchten Sie von diesen Kerlen vergewaltigt werden?”

  1. Hans Albrecdht sagt:

    Es gab mal Zeiten, da wurden die Bilder von Kaufhallendieben in den Kaufhallen ausgehängt.

    Hans Albrecht

    Gefällt mir


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