Volkswagen wird zum Ethnomobil!

Das Volk ist von gestern. Oder, wie man heute sagt, „out“, sogar „megaout“ . Nicht nur das: Dieser Begriff ist hochgradig negativ beladen: „Wir sind das Volk“, so skandiert Pegida. „Pfui, schämt Euch“, so empört sich die politische und mediale Elite. Und mit dem  Attribut „völkisch“  wird die neue Partei AfD verunglimpft.  In der Tat, der Begriff „Volk“ gilt hierzulande sowohl als Einzelbegriff als auch in Verbindung mit anderen Substantiven als im höchstem Maase (Heiko!) politisch verwerflich.

Was Wunder, wenn jedermann bestrebt ist, das „Völkische“ auszutilgen. Volksfürsorge? Gibt es nicht mehr. Diese Versicherung heißt jetzt „Generali“. Das klingt hübsch italienisch, ist es auch und erinnert zudem an eine Waschmittelwerbung. Aus Volksmusik wurde Folklore. Und wo früher mal von „Völkern“ die Rede war, da verwendet man heute die hochgebildet klingende Vokabel „Ethnien“. Nur Bienenvölker sind noch statthaft.

Es gibt in diesen Tagen einen namhaften deutschen Konzern, der sein ramponiertes Image dringend wieder aufpolieren muß: VW. Folgerichtig gibt es in der von den Nationalsozialisten (!)  gegründeten Stadt Wolfsburg  derzeit  Überlegungen, die Bezeichnung „Volkswagen“ zu ersetzen durch „Ethnomobil“.  Logisch, denn die „Ethnie“ ersetzt im heutigen Sprachgebrauch das „Volk“.  Zudem ist, ganz im Sinne der Ökoideologen, Ethanol als „Biosprit“  ein Treibstoff der Zukunft, wenigstens solange Autos hierzulande noch erlaubt sind und den Batterieautos zu schnell der Saft ausgeht.  Ich zitiere einen Pressesprecher des Konzerns: „Statt Volk heißt es eh politisch korrekt Ethnie. Außerdem legen wir mit dieser Namensgebung ein Bekenntnis zum Biokraftstoff ab, ergo Ethanol, ab.  Wagen? Nein, wir wollen auch nichts mehr wagen. Wir machen statt dessen mobil. Eben das Ethnomobil. So schlagen wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.“

Mein Kommentar: Schlimm genug, daß das ganze erst durch einen „Abgasskandal“ ins Rollen gebracht werden musste. Was waren wir doch  froh, als vor Jahrzehnten der durch NS-Missbrauch politisch belastete „Vergaser“  durch die unverdächtige Einspritzpumpe ersetzt wurde. Und nun das!

KDFAndererseits wissen wir, daß nach dem Ableben des legendären VW-Käfers (die älteren kennen ihn noch als KdF-Wagen) viele der neuen Modelle nach kräftigen Winden bzw. heißer Luft benannt wurden. Beispielhaft zu nennen sind etwa Passat, Bora, Scirocco und Vento. Bleibt abzuwarten, ob  es ein Abschiedsmodell mit dem Namen „Volkssturm“ geben wird.  Analog zu BMWs „Freude am Fahren“ haben auch die Wolfsburger Marketingstrategen dazu schon einen Werbeslogan in petto: Kraft durch Freude. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Etwa an die legendären Bordellbesuche der  VW-Betriebsräte. Auch wenn damals noch alles wie geschmiert lief.

Einen frühlingshaften 1. April wünscht Euch

Euer Bernd

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